Startseite Informationen - Therapie Therapievorschläge
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Aufgrund von bakteriellen Untersuchungsergebnissen werden entsprechende Therapieschemata vorgeschlagen. In welcher Zeit die Stadien eintreten, ist unter der Rubrik Symptome nachzulesen.
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Stadium I |
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Penicillin G oder V |
2 - 4 x 1,5 Mega |
2-3 Wochen |
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Cefuroxim |
3 bis 4 x 500mg |
2-3 Wochen |
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Amoxicillin |
3 x 1000mg (50mg pro Kilogramm Körpergewicht) |
2-3 Wochen |
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Stadium II und III * |
Stufe 1 Azithromycin
und Quensyl
oder Telithromycin und Quensyl |
1 x 500mg (3 Tage Einnahme / 3 Tage Pause) 2 x 200mg
2 x 400mg
2 x 200mg |
6-12 Tage
7-14 Tage |
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danach ... |
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Stufe 2 Minocyclin und Quensyl
oder Roxithromycin und Quensyl |
2 x 100mg 2 x 200mg
1 x 300mg 2 x 200mg |
50-100 Tage
50 Tage |
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danach ... |
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Stufe 3 Fluconazol** |
200mg (Kinder bis 40kg Körpergewicht: 100mg) |
20-50 Tage lang |
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* mit Organmanifestionen: Athritis, Weichteilrheuma, Polyneuritis, Radiculitis, Enzephalomyelitis, Depressionen, Panikattaken und Wortfindungsstörungen
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Sollte während der Fluconazol Therapie eine Verschlimmerung der Gelenkbeschwerden eintreten, wird die Fluconazol Phase auf 20 Tage verkürzt und das gesammte Schema von vorne begonnen.
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Alle Stadien der Borreliose müssen antibiotisch behandelt werden, also auch das Stadium I, Erythema migrans (Wanderröte). Nur eine konsequente Therapie des Erythema migrans kann eine Neuroborreliose vermeiden. Bakterizide Antibiotika (Penicilline, Cefalosporine, Makrolide) sind grundsätzlich wirksamer, als Doxycyclin. Da Doxycyclin nur bakteriostatisch wirkt (d. h. das Wachstum und die Vermehrung der Borrelisoe hemmt), sollte es nicht als Antibiotikum der 1. Wahl angesehen werden, aber dann mindestens 3 - 4 Wochen verabreicht werden. Aus diesem Grund muß auch mit einem langsameren Wirkungseintritt im Vergleich zu Penicillin oder Cephalosporinen gerechnet werden. Der einzige Vorteil von Doxycylin ist, daß es auch gegen Ehrlichien wirkt, die ebenfalls durch einen Zeckenbiß übertragen werden können.
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Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Fluconazol wegen seiner guten Wirkspiegel im zentralen Nervensystem nur bei neurologischen Symptomen eingesetzt werden sollte. Die Diagnose einer Neuroborreliose wird durch folgende Kriterien gestellt:
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Positiver Elisa oder Westernblot mit Bandendiagnostik und |
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die typischen Symptome, wie z. B. unklare und wandernde Nervenschmerzen (besonders nachts), wechselnde Lähmungserscheinungen an den Extremitäten, Depressionen, Vergeßlichkeiten und Panikattacken |
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WICHTIG: Ausschluß von anderen Erkrankungen durch Labordiagnostik (Blut) und Kernspinuntersuchungen. Da Fluconazol offensichtlich die Borrelien im Zentralnervensystem nicht abtötet, sondern nur am Wachstum und Vermehrung hindert, muß diese Therapie mindestens über 20-50 Tage lang durchgeführt werden, um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Sollten dann immer noch Beschwerden bestehen, kann das Therapieschema (Antibiotika, danach Fluconazol) bis zu dreimal nacheinander wiederholt werden.
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Die Verträglichkeit von Fluconazol ist sehr gut. Dieses Mittel neigt jedoch aufgrund der Pharmakokinetik zu einer Reihe von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Deshalb sollte Fluconazol auch immer abwechselnd zu antibiotischen Therapie und nie gleichzeitig eingesetzt werden. Zudem sollte die Therapie immer mit Fluconazol abgeschlossen werden.
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